Das Training mit dem eigenen Körpergewicht ist ein lohnenswertes Unterfangen: Es ist effektiv in puncto Muskelaufbau, intensiv für jedes Leistungslevel vom Einsteiger bis zum Calisthenics-Profi und gleichzeitig gesund, da es den Körper ganzheitlich kräftigt und die Gelenke schonent.

Equipment für Body-Weight Workouts

Das wohl größte Plus: Es funktioniert überall und jederzeit. Ohne Studiomitgliedschaft oder große Investitionen in Equipment. Wir zeigen, welche Basisausstattung die volle Bandbreite des Eigengewichttrainings eröffnet, und was es beim Kauf zu beachten gilt.

Klimmzugstangen

Die Klimmzugstange ist ein Equipment-Klassiker. Sie eignet sich, selbstverständlich, für Klimmzüge in diversen Variationen (beispielsweise Chin ups, breite Klimmzüge, C2B), aber auch für viele Bauchübungen. Das Anheben der Beine im Hang kräftigt besonders die hartnäckigen unteren Bauchmuskeln.

Mögliche Versionen: T2B, Around the World, Knees2Ellbow usw. Fortgeschrittene Athleten können auch mit Bar-Muscle ups und deren Progressionen arbeiten.

Beim Klimmzugstangen-Kauf gilt es, trotz der Einfachheit des Gerätes, einige Punkte zu beachten: Wir raten zu Pull up-Bars aus Stahl, da dieser besondere Formstabilität und Belastbarkeit bietet. Hochwertige Verschweißung ist ebenso ein Muss wie gute Pulverbeschichtung. Nichts ist ärgerlicher, als wenn schweißnasse, rutschige Hände das Training beenden, bevor der eigentliche Zielmuskel aufgibt.

Apropos guter Gripp: Ein Durchmesser von ca. 30mm hat sich als ergonomisch optimal herausgestellt und gewährt ein komfortables Training für praktische jede Handgröße.

Ob die Wahl auf eine decken- oder wandmontierte Klimmzugstange fällt, ist von Raumschnitt, Deckenhöhe und Trainingsziel abhängig. Wer Bar Muscle-ups durchführen möchte, sollte auf die wandverschraubte Version zurückgreifen, eine ausreichende Deckenhöhe vorausgesetzt.

Gymnastik-Ringe

Viele Einsteiger in das BWE-Training fühlen sich von Gymnastik-Ringen eingeschüchtert, dabei ist dieses Tool längst nicht nur Turner vorbehalten! Im Gegenteil lassen sich viele Basisübungen zum Aufbau von Grundkraft an Ringen ausführen: Ring-Rows, Ring-Klimmzüge, T2B an den Ringen usw.

Sie sind in vielen Fällen sogar einsteigerfreundlicher und gelenkschonender als ihre Pendants an der Stange. Natürlich kommen aber auch fortgeschrittene Sporler mit komplexeren Übungen wie Muscle ups, Skin the Cat, Ring-Dips usw. auf ihre Kosten.

Gute Turnringe sollten aus Echtholz gefertigt sein. Minderwertige Lackierungen bieten nur optischen Nutzen, aber reduzieren die Griffigkeit. Gut geschliffenes Holz ist hier im Vorteil. Ein Ringdurchmesser von 25 – 28 cm sowie ein Griffdurchmesser von ca. 30 – 33mm gewährt gute Ergonomik und Flugeigenschaften.

Neben den Ringen sollten auch deren Straps perfekte Qualität aufweisen. Wer hier zu Nylon greift, macht nichts falsch: das Material ist langfristig höchst belastbar und witterungsbeständig. Achte auch auf hochwertige Klammern. Sie sollten sowohl Sicherheit gewähren als auch eine schnelle Verstellung der Gurtlänge ermöglichen.

Eine aufgedruckte Skalierung stellt ein kleines, aber äußerst nützliches Detail dar. Du kannst es als Orientierung verwenden, um dich jederzeit an die für dich perfekte Einstellung für dei einzelnen Übungen zu erinnern. Zudem erleichtert das Maßband ungemein die oftmals lästige Justierung, um beide Ringe auf die exakt selbe Höhe zu bringen.

Insgesamt sollte ein einzelner Gymnastic-Ring eine Belastbarkeit von mindestens 300 Kilogramm aufweisen, da bei dynamischen Übungen Kräfte wirken, die weit über das eigene Körpergewicht hinaus gehen.

Übrigens: Wer sich doch noch nicht so ganz an die Turnringe herantraut, findet mit Slingtrainern ganz bestimmt einen Einstieg in eine sehr vergleichbare Trainingsform. Hierbei ist der Weltmarktführer TRX-Trainer garantiert die nachhaltig sinnvollste Entscheidung für ein belastbares Qualitätsprodukt, mit dem das Workout einfach Spaß macht.

Low oder High Parallettes

Parallettes stellen in vielerlei Hinsicht eine lohnenswerte Anschaffung dar: Sie sind vielseitig, mobil, leicht zu verstauen und ohne Installation oder mühsame Einstellungen sofort einsatzbereit. Mit Low Parallettes lassen sich beispielsweise viele Liegestütz- und Handstand-Variationen durchführen, sowie der L-Sit als eine der effektivsten Bauchmuskelübungen überhaupt.

Beim Kauf von Parallettes ist das Eigengewicht ein entscheidendes Kriterium – es bestimmt die Standfestigkeit des Gerätes. Die Parallettes selbst sollten mindestens 8 – 9 kg wiegen. Plastikprodukte sind in den meisten Fällen zu leicht und instabil, weswegen wir zur Anschaffung von Stahlprodukten raten. Eine leicht angerauhte Pulverbeschichtung schützt vor dem Abrutschen und garantiert ein sicheres Trainig.

Hinweis: Wer die Parallettes für Handstand Push ups an der Wand nutzen möchte, sollte auf eine ausreichende Länge (mind. 45cm) achten. Zu kurz geschnittene Paralletes zwingen den Körper in eine ungünstige Position nahe an der Wand, aus der sich schwerlich Druckkraft erzeugen lässt.

Dipgürtel

Das Training mit dem eigenen Körpergewicht kann schnell zu Stagnation führen. Die beim Kraftaufbau so wichtige Progression, also die Steigerung verwendeter Trainingsgewichte, lässt sich allein mit dem Körper nicht umsetzen.

Hier schafft der Dipgürtel Abhilfe zum kleinen Preis: Er erlaubt Dips und Klimmzüg mit zusätzlichem Gewicht. So lassen sich nicht nur Wiederholungszahlen, sondern auch der Widerstand gezielt steuern und steigern.

Dipgürtel aus Leder oder Kunstleder sind besonders hygienisch, da sie sich leicht von Schweiß und Schmutz reinigen lassen. Achte auf eine Verdickung im Lendenwirbelbereich und zusätzliche Innenpolsterung, so dass das Training auch bei der Verwendung hoher Zusatzgewicht gesund und komfortabel bleibt.

Eine Kette mit leichtgängigen, stabilen Karabinerharken gewährleistet das Einhängen von Gewichten im Handumdrehen. Besonderes Plus: Hantelscheiben, Kurzhanteln oder Kettlebells können gleichermaßen verwendet werden.